Es heißt ja "Nomen est omen", aber derjenige, der meinem Hund den Namen "Thor" verpasst hat, lag damit völlig daneben....
"Thor" ist der germanische Gott des Donners/des Gewitters.... bei dem Namen müssten man ja davon ausgehen, dass unsere Plüschkugel solch ein Wetter liebt.... aber weit gefehlt. Sobald es nur ein bisschen donnert, hab ich hier nen Angsthasen, der sich am liebsten unter der Decke oder in Mamas Arm verkriechen würde.....
Gina hatte ja bisher auch immer Angst bei Gewittern, aber mittlerweile interessiert sie das nicht mehr... ein Zeichen, dass die Dame langsam alt und schwerhörig wird....
Ich hab das gute Wetter genutzt, um auch von Gina und Thor neue Bilder zu machen.....
Gina: Ich wars nicht!
Und hier meine "große Liebe" Thor. Er hat im Moment Sommerfrisur. Sieht zwar etwas gewöhnungsbedürftig aus, aber es war gut, dass ich ihn geschoren haben, denn sonst hätte ich das halb Tennisball große Geschwür an der Rute nicht bemerkt.... die Tierärztin meinte allerdings, dass es nicht gefährlich sei, wir sollten es nur beobachten, ob es noch größer wird, dann müsse es raus.... und bisher ist es nicht weiter gewachsen....
Heute Abend waren wir auf der Weihnachtsfeier des Notpfoten e.V. und da Claudia, die Gastgeberin, selber einige Hunde hat, mussten Gina und Thor zu Hause bleiben.
Als wir vorhin Heim kamen gab es schon die erste Überraschung: Die Tür zum Katzenzimmer stand auf! Die zweite Überraschung war, dass beide Katzen noch lebten und sich bester Gesundheit erfreuten. Die dritte, dass es Gina super ging und sie keine Panik hatte und die vierte weniger erfreuliche, dass da jemand seine Geschäfte im Katzenzimmer verrichtet hatte.
Eins muss ich Thor zu Gute halten: Er hat wenigstens versucht das Katzenklo zu benutzen, was zwar nicht geklappt hat, aber er hat es wenigstens versucht!
... bin ich gerade!
Wir waren gerade einkaufen und fast 3 Stunden weg... Weder die Wohnungseinrichtung, noch einer der beiden Hunde hat gelitten! So soll das sein.
Snorre liegt gerade hier zwischen Tastatur und Wand, Gina unter meinem Stuhl, Thor hinter mir auf dem Teppich und Plüsch einen Raum weiter im Aquarium.
Es ist angenehm ruhig, denn alles schläft. SO hab ich das gerne!
Thor ist nun über drei Wochen hier und wir haben beschlossen, dass er bleiben darf. Ganz ehrlich, ich wäre auch schön blöd, wenn ich so einen Traumhund wieder abgeben würde!
Thor hat in den letzten 3 Wochen gelernt,
... dass wir regelmäßig raus gehen und er nicht in die Bude machen muss
... sich zu melden, wenn er raus muss
... sich auf Befehl (also auf den 2. oder 3.) hinzusetzen
... die Pfote zu geben, um das Geschirr anzuziehen
... auf seinen Namen zu hören
... Auto zu fahren
... dass Katzen nichts schlimmes sind
Thor wird noch lernen
... wie man richtig einen großen Knochen frisst
... sich auf Befehl hin zu legen
... dass Frauchen immer wieder kommt
Thor hat
... etwas zugenommen
... Brustmuskeln aufgebaut
... ein schöneres Fell, die Stellen, wo der Filz raus ist wachsen nun langsam zu
... sich an das neue Futter gewöhnt
... kaum noch Zahnbelag
Grinsender Hund
Thor ist nun über eine Woche hier, und ich muss sagen, er ist wirklich ein Traumhund! Er geht super an der Leine, versteht sich mit den Katern meistens (es sei denn sie rennen hier rum, dann will er mitspielen), mit Gina kommt er ganz toll zu recht und sie auch mit ihm. Auto sind wir jetzt schon gefahren und in der Stadt waren wir auch schon für ein Stündchen.
Thor ist einfach ganz ganz toll. Er ist wahnsinnig anhänglich, vorsichtig, verschmust und es gibt eigentlich nichts auszusetzen. Doch! Er ist ein Mäkelfresser! Sicherlich ist es schön, wenn ein Hund sein Futter nicht sofort runter schlingt, aber der Herr ist sehr wählerisch. Die Tage habe ich z.B. eine kleine Tüte Frolic besorgt (ja, ich weiß, das ist ein absolutes Sauzeug, allerdings war es als Leckerchen bisher für alle Hunde in geringen Mengen okay). Und was ist? Er frisst es nicht.
Dann hatte er nun zwei Tage Durchfall, also hat er den ersten Tag gar nichts bekommen und den zweiten Tag Reis mit Hüttenkäse. Und was macht er? Schleckt den Hüttenkäse, soweit wie es geht, vom Reis, und lässt den Reis stehen......
Nun gut, ich kenns ja schon von Gina....... also wird nun jeden Abend ein Hähnchenschenkel gekocht, der Sud kommt über das Hundefutter, welches dann richtig eingeweicht wird und das Fleisch wird klein geschnitten und unter gemischt. DAS frisst dann auch er!
Gina hat übrigens ein bisschen zugenommen, was mich sehr freut. Sie war zwar nicht zu dünn, aber da es auf den Winter zu geht kann meiner Meinung nach eine leichte! Fettschicht über den Rippen nichts schaden.
Und sonst? Nun, er findet sein Spiegelbild bedrohlich und knurrt es schonmal selber an. Außerdem meldet er sich, wenn er raus muss!
Ich bin wirklich froh, dass er da ist, und Gina auch!
Nachdem der Urlaubshund Cappu ja wieder von seinem Herrchen abgeholt worden ist, hatte ich die Tage danach einige Probleme mit Gina.
Jeden Abend, kurz vorm zu Bett gehen fing sie an aufzudrehen: Hecheln, sabbern, unruhig hin und her laufen - Panik.
Ich spiele ja schon länger mit dem Gedanken einen weiteren Pflegehund aufzunehmen, eben weil dieses Problem ab und an besteht, aber bisher hatte ich keinen Erfolg:
Im Februar sollte ich einen Hund aus Russland, der aus einem Moskauer Tierheim kam, was im Dezember abgebrannt war, bekommen. Weiteres dazu gabs ja schon hier im Blog.
Im Juli fand ich in den Ebay-Kleinanzeigen eine Gesuch für eine Pflegestelle eines Hundes aus Lippstadt. Prima, dachte, ich, hab hingeschrieben und mich bei denen beworben... und wieder nach anfänglichem Interesse nichts...ich hab dann durch Zufall erfahren, dass der Hund schon anderweitig auf einer Pflegestelle unterkommen war.
Und wieder einmal war ich enttäuscht über die Art, wie einige Organisationen arbeiten. Ganz ehrlich, liebe Leute: Wenn ihr es nicht mal schafft potentiellen Pflegestellen eine Absage zu erteilen, weil ihr angeblich mit eurer Arbeit so viel zu tun habt, dann überlegt euch bitte mal, ob es nicht sinnvoller ist eure Arbeit so weit runter zu fahren, dass ihr sie VERNÜNFTIG macht! Denn dazu zählt für mich auch der Kontakt zu den Pflegestellen!
Nun gut.... wieder einmal bei Ebay-Kleinanzeigen bin ich dann auf eine Organisation gestoßen, die hier aus Beckum, also knapp 22 km von hier, kommen.
Der "Notpfoten e.V." unterstützt diverse Tierheime, u.a. in Spanien, Italien und Griechenland, vermittelt aber auch Hunde z.B. aus der Türkei und aus Russland.
Auf deren Homepage habe ich dann einen Notfall gefunden. Die Pflegestelle war abgesprungen und nun suchte man dringend für einen kleinen Mischling (30cm) eine neue. Kurzerhand bewarb ich mich dort und siehe da, direkt am nächsten Tag bekam ich eine Email, darauf folgte noch eine und noch eine, zwei Telefonate und eine Vorkontrolle, und das alles innerhalb von 2 Wochen!
Den kleinen habe ich nun nicht bekommen und auch den anderen kleinen Hund nicht.... statt dessen ist hier gestern Thor eingezogen.... und der Name ist, wenn es um die Größe des Hundes geht, Programm!
Hier Gina (knapp 53 cm) und Thor (der mit 55 cm angegeben war):
Nun gut, also sollte ich nun den Thor bekommen, Schäferhund-Collie-Mix, 2 Jahre alt, kastriert, aus dem Tierheim Esperanza Animal in Palencia/Spanien. Und gestern kam er hier ein: Ein Riese von einem Hund (er hat irgendwas zwischen 65 und 67 cm Rückenhöhe), überall Filz, stinkend und schüchtern. Claudia von den Notpfoten hat ihn mir vorbei gebracht und wir schauten, was Gina zu ihm sagt. Die hat ihn für okay befunden, also gings oben in die Wohnung.
Laut Tierheim muss er dort über 1 Jahr gelebt haben, und das, obwohl er erst 2 ist.... dementsprechend verwundert hat es mich nicht, dass er hier als erstes versucht hat zu markieren.
Der Pflegevertrag wurde nun unterschrieben und Claudia verabschiedete sich.
Ich hab mir die beiden dann erstmal geschnappt und bin mit ihnen eine Runde gegangen und da erstaunte mich dieses riesige Fellbünden schon. Er zieht nicht! Er geht super an der Leine und selbst wenn ich laufe, trabt er nebenher und die Leine hängt durch!
Wieder zurück hab ich dann mit der Fellpflege angefangen: Erstmal den Filz rausschneiden. Am rechten Ellenbogen hatte er eine richtig fiese Platte, hinten die Hose war völlig verfilzt, auch hinter den Ohren und zwischen den Hinterbeinen fand sich etwas. Ich habs dann vorsichtig, so weit wie es ging, erst einmal rausgeschnitten und dann...... gings ab in die Dusche.
Eigentlich hatte ich geplant ihn draußen in der Zinkwanne zu waschen, aber das Wetter gestern ziemlich mies war musste nun doch mein Badezimmer her halten.
Zweimal hat er es geschafft an mir vorbei zu schlüpfen und ich hab ihn zurück in die Dusche getragen. Dann hat er aufgegeben, hatte den Kopf auf meinem Bein liegen und hat die Prozedur über sich ergehen lassen... ich glaub es war für ihn eine Mischung aus "Boah endlich den Dreck los werden und betüddelt werden" und "Ih, das ist nass."
Als er aus der Dusche raus kam hab ich versucht ihn zu frottieren, was bei seinem langen Fell nicht ganz hin gehauen hat..... nun ja, das Ergebnis der Aktion war: Hund sauber aber nass, ich nass (ich hatte mich wohlweislich vorher schon weitestgehend ausgezogen!) und Badezimmer unter Wasser. Nachdem ich 3 große Handtücher komplett nass hatte hab ich ihn dann raus gelassen und er hat sich dann erstmal geschüttelt und suchte sich dann einen Platz zum Schlafen, denn sooo viel Aufregung macht auch den größten Hund irgendwann müde.... und wo hat er sich nieder gelassen? Da wo es am gemütlichsten ist! In meinem Bett :D
Später dann hab ich ihn nochmals vorsichtig durchgebürstet. Er hat sich alles, auch ohne zu murren gefallen lassen!
Gestern Abend dann meinte er dann noch Gina anbrummeln zu müssen, als sie fressen wollte. Er selber ist jetzt kein Schlinger und frisst nur so viel, wie er Hunger hat und ich denke, wenn er einmal kapiert hat, dass es hier immer etwas zu fressen gibt, und ich ihm dann nochmals deutlich mache, dass ich das nicht will, dass er sie anknurrt oder vom Napf weg drängt, dann wird sich das auch schnell erledigt haben.
Und er wird auch verstehen müssen, dass ich es nicht möchte, dass er sich zwischen mich und Gina drängt, wenn ich mit der Motte schmuse. Das wird er auch lernen!
Apropos Gina: Die findet den großen klasse! Wenn er im Weg steht geht sie einfach unter seinem Bauch durch und eben hat sie sich schon neben ihn gelegt. Das gabs mit dem Urlaubshund Cappu selbst nach 3 Wochen nicht! Und im Moment frisst sie recht viel, was ich sehr gut finde. Sie ist zwar nicht zu dünn, aber ein bisschen auf die Rippen kann sie vor dem Winter ruhig noch bekommen! Und gestern Abend hatte sie keine Panik.
Die erste Nacht verlief auch recht ruhig, nur hatte ich etwas wenig Platz......
Heute Morgen war ich allerdings nicht schnell genug und so hat er noch einmal in den Flur gepullert. Ich denke, wenn er merkt, dass wir regelmäßig raus gehen und wenn ich ihn auf frischer Tat hier erwische und ihm dann sage, dass ich das hier nicht will, wird sich das ganz schnell erledigen!
Er ist ein wahnsinnig toller Hund, und ich bin froh, dass er hier ist!
Was für ein anstrengender Tag!
Ein Steh, ein Kippohr, markantes Markenzeichen!
Bunter Hund:
Leider fehlt ihm ein Teil seiner Rute und im Moment schaut er durch das Rausschneiden des Filzes etwas gerupft aus:
Und lachen kann er schon!
Ein Bekannter von mir arbeitet derzeit an seiner Doktorarbeit und hat mich gefragt, ob sein Hund bei mir 3 Wochen Urlaub machen kann, da er für ihn im Moment einfach zu wenig Zeit hat. Klar kann er das, denn schließlich kennen Gina und er sich und beide kommen super miteinander aus.
Also zog Cappu hier ein. Gina ist richtig aufgeblüht und außerdem hatte ich nun die Möglichkeit die beiden Kater an Hunde zu gewöhnen. Und tatsächlich funktionierte das. Besonders Snorre kam immer wieder zu Cappu schmusen und streckenweise versuchte der Hund mit den beiden zu spielen, was allerdings mit Buckel, Bürste und Fauchen quittiert wurde.
Lediglich gemeinschaftliches Kuscheln auf der Couch war etwas schwierig, denn da wollte Cappu mich doch für sich alleine haben.....
Gina hat es genossen, dass ein anderer Hund da war und dementsprechend hatte ich auch die ersten Tage, nachdem Cappu wieder nach Haus ist, Probleme mit ihr, weil sie zum Abend hin Panikattacken bekam.
Ich wollte sowieso einen zweiten Hund in Pflege nehmen....
Vorletztes Wochenende trafen wir eine Bekannte mit ihrer 3jährigen Leonberger-Schäferhund-Mischlingsdame Emma.
Emma ist eine ganz souveräne Hündin, die mit allen anderen Hunden ohne Probleme aus kommt und es auch gar nicht versteht, wenn jemand etwas gegen sie hat. Leider ist sie auf Gina gestoßen, als diese gerade geschlafen hatte und wie die alte Dame nunmal so ist meckerte sie erst einmal rum. Verständlich, wenn da auf einmal ein anderer Hund ist, der dazu noch etwas größer und eine Hündin ist, nach Schäferhund riecht und auch noch rumwuselt....
Aber Emma hat nicht locker gelassen und so kam es doch tatsächlich am Ende des Tages dazu, dass beide ganz nah nebeneinander auf dem Fußboden geschlafen haben und Gina Emmas Pfote als Kopfkissen benutzt hat....
So, genau so soll das sein.